Essay

Eine Welt frei von Abfall

GROHE launcht erste Cradle to Cradle Certified®- Produkte

Foto: Grohe

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  • Text: Fabian Richter
  • Fotos: Grohe

Abfall ist im Wesentlichen Material am falschen Ort. Bis heute folgen die meisten wirtschaftlichen Prozesse einem linearen „Take-Make-Waste“, übersetzt also einem Entnehmen-Herstellen-Wegwerfen-Modell.

Ressourcen werden eingesetzt, um ein Produkt herzustellen, welches nach dem Ende seiner Nutzung entsorgt wird. Die Folgen spiegeln sich in einem globalen Abfallproblem sowie der zunehmenden Ressourcenknappheit wider. So verwundert es nicht, dass der Global Risk Report 2021 des Weltwirtschaftsforums die Krise um die natürlichen Ressourcen als das fünftgrößte Risiko definiert, das innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre zu einer kritischen Bedrohung wird. Nun ist es an der Zeit zu handeln: Der weltweite Überkonsum von Ressourcen erfordert ein Umdenken des bisherigen Modells.

Ein Ansatz, der zunehmend an Bedeutung für eine Kreislaufwirtschaft gewonnen hat, ist das patentierte Cradle-to-Cradle-Designkonzept. Das abgekürzt als C2C bezeichnete Konzept hat die Gestaltung intelligenter Produkte, Prozesse und Systeme unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus zum Ziel. Um eine Zertifizierung zu erhalten, wird ein Produkt hinsichtlich der Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Nutzung erneuerbarer Energien und des Kohlenstoffmanagements, des Wassermanagements sowie der sozialen Fairness bewertet. Im Gegensatz zum linearen Modell wird beim C2C-Modell ein Produkt mit der Absicht hergestellt, seine Komponenten in der Endlebensphase für die Herstellung neuer Produkte zu verwenden, sodass es potenziell endlos wiederverwendet werden kann. Somit geht der C2C-Ansatz weit über das herkömmliche Recycling von Produkten hinaus.

Eine Transformation des Geschäftsmodells von linear zu zirkulär strebt auch GROHE an. Drei Armaturen von GROHE, BauEdge S-Größe, Eurosmart S-Größe, Eurosmart Kitchen, und das GROHE Tempesta 100 Brausestangenset haben den Cradle-to-Cradle-zertifizierten Produktstandard in Gold erreicht. Zusätzlich zu ihren bisherigen umweltschonenden Maßnahmen hilft dies der globalen Marke zukünftig weiterhin dabei, die Menge benötigter Ressourcen auf ein Minimum zu reduzieren. Mit dem Ziel der zirkulären Wertschöpfung unterstreicht GROHE einmal mehr sein zwanzigjähriges Engagement für Nachhaltigkeit, welches als ein wesentliches Element in der Unternehmensstrategie manifestiert ist.

GROHE hat mit der Zertifizierung seiner ersten Cradle-to-Cradle-Certified®-Produkte einen entscheidenden Schritt auf dem Weg in eine zirkuläre Zukunft gemacht. „Der Weg hin zu einer zirkulären Wertschöpfung ist eine lange Reise und wir stehen ganz am Anfang“, so Thomas Fuhr, Leader Fittings LIXIL International und Co-CEO Grohe AG. „Der Cradle-to-Cradle-Certified- Produktstandard lehrt uns, den Lebenszyklus von Produkten anders zu betrachten, und zwar so, dass wir sie als wertvolle Rohstoffspeicher sehen und nur Materialien verwenden, die weder den Menschen noch der Umwelt schaden.“

Die zirkuläre Reise geht weiter: Armaturen haben typischerweise einen langen Lebenszyklus, aber neben der Erlangung von Zertifizierungen für weitere Produkte nimmt GROHE bereits die nächste Herausforderung in Angriff und arbeitet an Rücknahmeprozessen für ihre ausrangierten C2C-Produkte.

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